W-LWL-1 Andreas Felix Kroll

Liebe Grüne… Freundinnen und Freunde,

bevor ich mich zu meinen politischen Schwerpunkten äußere, die ich beim LWL, für/mit die/den Grünen umsetzen will, möchte ich mich kurz vorstellen. Ich heiße Andreas Felix Kroll, bin Vater von mittlerweile drei erwachsenen Kindern. Ich lebe, wohne in Hagen (in unmittelbarer Nähe des Kunstquartiers) und arbeite freiberuflich als Kulturmanager im Märkischen Kreis und dem angrenzenden Ruhrgebiet.

Ich möchte mich in zwei kommunalpolitischen Basics, für die Menschen in Westfalen (… also auch für euch, liebe Freundinnen und Freunde) mit meiner Kompetenz einbringen und stelle mich damit eurem Votum, für die Reserveliste. Aus den bisher gemachten Erfahrungen und meiner beruflichen Orientierung als freischaffender Künstler, Kunstgeschichtler, Kulturmanager, sowie Projektverantwortlicher für den Bereich Kultur und Schule, ist die Kulturpolitik, wie sollte es anders sein… mein Hauptschwerpunkt. Gerade im Hinblick auf die prekären Haushaltslagen in den Städten und Kommunen und den sich daraus ergebenen Erfordernissen müssen wir, wir umso mehr an einem eigenen grünen Standing in der Kulturpolitik arbeiten. Allerdings sind die kulturellen Gegebenheiten vor Ort viel zu diffizil, als das man sie als miteinander Vergleichbar betrachten kann. Ich möchte mich weiterhin grundsätzlich dafür einsetzen, dass Kunst und Kultur nicht als abrufbare Dienstleistung nach Kassenlage betrachtet wird.

Ich werde mich dafür einsetzen,  eine Kultur für alle und jede/n. Kulturelles Interesse von Menschen die kein oder nur ein geringes Einkommen haben, Senioren, Menschen mit Handicap oder mit Migrationshintergrund darf nicht an Eintrittsgeldern, Barieren oder Sprachen scheitern. Regelmäßige Teilhabe ist ein wichtiger Faktor bei der Errichtung einer integrativen Gesellschaft.

Für die Grünen im LWL unterstützen ich daher die Forderung, wonach Kultur als städtische  Pflicht verankert wird. Ich setzten darin auf kulturelle Vielfalt. Eine Bestandssicherung von Theatern, Museen und Heimatkultur auf hohem Niveau.  Individuelle Standortvorteile dürfen auch in einer Periode des Sparens und Kürzens nicht verspielt werden. Die jeweiligen kulturellen Einrichtungen müssen mit einer tragfähigen finanziellen Ausstattung erhalten bleiben, um ihre Aufgaben in Hinsicht auf Bildung und Unterhaltung weiterhin zu erfüllen. Ich  begrüßen zudem den basisdemokratischen und offenen Prozess zur Entwicklung eines Kulturentwicklungsplans der in vielen Städten und Kommunen in Westfalen-Lippe bereits begonnen oder schon abgeschlossen ist. Ich  werde besonders darauf achten, dass die vorbildlich entstandene Pläne zum Kultur-Entwicklungsplan mithilfe der politischen Gremien im Landschaftsverband nachhaltig verwirklicht werden können und eine ständige Evaluierung erfolgt.

Der zweite Schwerpunkt meiner kommunalpolitischen Arbeit ist die Umwelt-und  Stadtentwicklung.  Dadurch habe interne Einblicke in die dramatische Entwicklung des demografischen Wandels, sowie den damit verbundenen  Wegfall von gewachsenen Infrastrukturen. Durch meine kulturpolitische Arbeit interessieren mich insbesondere auch die damit verbundenen urbanen Lebensräume, die Konzepte und Realisierung der auf uns zukommenden rapide sinkenden Einwohnerzahlen und die zunehmende Armut der Menschen vor Ort.

Biografie

Andreas Felix Kroll, Abitur, Ausbildung zum Schriftsetzer (Druckvorlagenhersteller), Zivildienst,  Studium im Fachbereich Kunstgeschichte, Kunst, Design, Ästhetik an der Gesamthochschule Wuppertal/Hochschule Niederrhein Krefeld.  Neben freiberuflicher Tätigkeit als Kunst-, Kultur- und Designmanager waren die Leitung einer bei der Kommune assoziierten „Kunst- und Kulturwerkstatt“, sowie die  Leitung einer freien Kunstgalerie weitere Bausteine meines beruflichen Werdegangs. Seit vier Jahren arbeite ich nun als alleinverantwortlicher Projektleiter im Auftrag des NRW Ministerium Jugend, Familie, Schule, Kultur und Sport an verschiedenen Förderprojekten (z.B.  „Kultur und Schule“ an unterschiedlichen Schulformen - Primarstufe, Sekundarstufe I u. II sowie freien Schulen. Seit 1982, bin ich zuerst als „Grüner Sympathisant“ in der Friedensbewegung und  später als Aktivist in der Anti-Atomkraft-Bewegung, mit dem damaligen „Grünen Politik- und Gesellschaftsmodell“ konfrontiert, oder besser gesagt, infiziert worden. Im Jahr 1987 bin ich dann offiziell ein „Grüner“ geworden, der in der Kommunalpolitik -  in Altena, im Kreistag des Märkischen Kreises - mit den Schwerpunkten Kultur, und Umweltpolitik. Des Weiteren war ich für den B.U.N.D. im Beirat der Unteren Landschaftsbehörde, außerdem Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Naturschutzverbände im MK. Seit drei Jahren bin ich Mitglied der Grünen Ratsfraktion in Hage,  zudem als Sachkundiger Bürger in verschiedenen Ausschüssen aktiv. Für die kommende Kommunalwahl habe ich für den KV Hagen das Programm Kultur geschrieben und die entscheidenden Zielvereinbarungen formuliert.

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