W-RR-M-2 Helmut Fehr

Liebe Freundinnen und Freunde,

die erste große Aufgabe des neuen Regionalrats wird es sein, den Teilplan Energie aufzustellen. Dieser kann einen erheblichen Beitrag zu einer nachhaltigen Regionalentwicklung des Münsterlandes leisten, indem er sich an einem Dreiklang aus Klimaschutz, 100% erneuerbarer Energie und energiewirtschaftlicher Autarkie für das Münsterland bis zum Jahr 2050 ausrichtet. Das Münsterland braucht einen Masterplan zur Energiewende wie ihn der Kreis Steinfurt schon erstellt hat. Daher möchte ich mich dafür einsetzen, dass der Teilplan Energie dafür die fachlichen Grundlagen schafft und die Handlungsstrategien aufzeigt.

Grundsätzlich geht es in der Regionalplanung um die Ausweisung von Flächen für Wohnen, Gewerbe, Industrie, Rohstoffabbau, Naturschutz und Windenergie und die Lösung der daraus resultierenden Konflikte. Einen besonderer Konflikt stellt der fortschreitende Kalkabbau im Teutoburger Wald dar, der den Bestand eines FFH-Gebietes bedroht. Wir haben erfolgreich das Genehmigungsverfahren dafür aufgehalten und ich werde mich dafür einsetzen, dass dieser Konflikt zu Gunsten des Natura 2000 Gebietes im Rahmen des Teilplanes Kalk gelöst wird.

Wir haben der aktuellen Aufstellung des Regionalplanes in der Staatskanzlei widersprochen, vor allem weil er trotz des rapiden Artenrückgangs im Münsterland zu wenig Naturschutzflächen (BSN) ausweist und weil er zu viel neue Siedlungsfläche ausweist, obwohl der demografische Wandel einen so umfangreichen Bedarf nicht rechtfertigt. Daher möchte ich auf ein effektives Siedlungs-Flächenmonitoring drängen, um dadurch den weiteren Flächenverbrauch einzudämmen.

Das Engagement der Nordwalder und anderer BIs hat mit Grüner Unterstützung bislang Bohrungen nach Kohleflözgas und den Einsatz von Fracking verhindert. Die Gaskonzerne finanzieren aber unbeachtet von der Öffentlichkeit Forschungsvorhaben, um Fracking auch im Münsterland zu ermöglichen. Die Regionalplanung hat jedoch Instrumente, um Hürden gegen den flächendeckenden Einsatz von Gasbohrungen und ihre schädlichen Auswirkungen auf den ländlichen Raum aufzubauen. Daher werde ich mich dafür einsetzen, entsprechende Strategien schon jetzt zu etablieren, um sie im „Ernstfall“ zielgerichtet einsetzen zu können.

Ganz wichtig ist mir, auch zukünftig zu Bürgerinitiativen und Naturschutzverbänden einen engen Kontakt zu halten. Außerdem möchte ich auch weiterhin unsere Grünen Fraktionen und OVs im Münsterland vor Ort aufsuchen, um sie in schwierigen Planungsfragen, wie bei der Umsetzung von Windenergieanlagen zu unterstützen.

Helmut Fehr

Biografie

Im Sauerland aufgewachsen ging ich zum Studium nach Bochum und Münster. Mein Berufsleben habe ich im Kreis Steinfurt verbracht. Jetzt, im Alter von 64 Jahren, arbeite ich noch einige Stunden für Norwich Rüße, MdL. Ich bin verheiratet und habe drei erwachsene Kinder und eine Enkelin. Seit 30 Jahren vertrete ich die Grünen in unterschiedlichen Gremien und Funktionen, z.B. als Fraktionssprecher im Stadtrat Rheine, im Kreistag Steinfurt und im Regionalrat Münster sowie als OV Sprecher und als Delegierter für LDK und Bezirksrat. Fachpolitische Schwerpunkte: Planung, Verkehr, Umwelt, Wirtschaft, Energiewende, Landwirtschaft, Verwaltungsstrukturen. Freizeitbeschäftigungen: Kabarett, Kino, Konzerte aller Musikrichtungen, Theater und Museen sowie Wandern.

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