W-RVR-3 Ingrid Reuter

Liebe Grüne,

das Ruhrgebiet wächst zusammen – wenn auch langsamer, als wir wollen.

Mit der Gründung des Regionalverbands Ruhr und der Übertragung der Regionalplanung an den RVR ist das Ruhrgebiet einen großen Schritt vorangekommen, was eine einheitliche, abgestimmte Politik für die Region angeht. Auch das Kulturhauptstadtjahr 2010 hat eine Menge dazu beigetragen, das im Ruhrgebiet weit verbreitete Kirchturmdenken ein wenig abzubauen.  Die Aufwertung der alten industriellen Anlagen, das Bewusstsein für das Besondere der Industriekultur des Ruhrgebiets, hat ebenso dafür gesorgt, ein Gefühl des Zusammengehörens in der Region zu stärken.

Noch immer herrscht in den Kommunen jedoch vielfach das Konkurrenzdenken und weniger die Einsicht, dass gerade angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage im Ruhrgebiet ein koordiniertes, vernetztes Vorgehen notwendig ist, um der Region bundes- und europaweit Gehör zu verschaffen.

Umso wichtiger ist derzeit die Erarbeitung des neuen Regionalplans, in die die Mitgliedsstädte intensiv eingebunden sind. Nach 40 Jahren entsteht in einem aufwendigen Prozess unter der Beteiligung nicht nur der Planungsexpert*innen sondern auch vieler Bürger*innen wieder ein gemeinsames Leitbild für die Metropole Ruhr.

Probleme wie der Verkehr im Ruhrgebiet sind nur gemeinsam zu lösen. Ziel ist eine zukunftsfähige, ökologische Verkehrsplanung, bei der alle Verkehrsmittel aufeinander abgestimmt sind und Mobilität für alle bezahlbar bleibt. Dafür haben die GRÜNEN im RVR den Anstoß gegeben.

Ein weiterer bedeutender Schritt zur Stärkung des Regionalverbands ist die GRÜNE Initiative zur Novelle des RVR-Gesetzes. Einerseits geht es darum, den Aufgabenbereich des RVR zu erweitern, um die Kooperation der Kommunen weiter zu fördern, andererseits sollen die Mitglieder des Ruhrparlaments durch eine Direktwahl stärker als bisher den Interessen der Gesamtregion verpflichtet werden.

Es gibt auf vielen Baustellen also noch viel zu tun! Und dazu möchte ich auch in der neuen RVR-Fraktion beitragen. Ich würde mich freuen, wenn ich dafür Eure Stimme bekäme.

Ingrid Reuter

Biografie

Persönliches/Politisches: Lehramt an Hauptschulen mit den Fächern Kunst und Deutsch; Verlagsvolontariat; Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Soziologie; Tätigkeit als freiberufliche Sachbuchredakteurin; 1989 bis 2001 GRÜNE Bezirksvertreterin in Dortmund; seit 2001 Dortmunder Ratsmitglied u. a. im Ausschuss für Umwelt, Stadtgestaltung, Wohnen (seit 2009 Ausschussvorsitzende) sowie 2007 bis 2009 und seit 2012 im Finanzausschuss;  seit 2007 Sprecherin der Fraktion; seit Mai 2011 Mitglied der GRÜNEN Fraktion im Regionalverband Ruhr, Mitglied im Planungsausschuss

PDF

Download (pdf)