W-RVR-1 Jörg Obereiner

In den letzten Jahren konnten wir Einiges für die Region bewegen. Nicht zuletzt die eigene Rollenklärung ist mit dem Reformantrag zum RVR-Gesetz ein gutes Stück voran gekommen. Aber auch die innere Reform des Verbandes zu einer modernen und flexiblen Verwaltung, die sich kompetent den neuen Aufgaben stellt, hat sich, nicht zuletzt durch die neue Verbandsspitze, gut entwickelt. Auf diesem Weg müssen wir weiter gehen, wenn wir uns kompetent den drängenden Zukunftsfragen stellen wollen.

Die Region muss sich besonderen Herausforderungen wie der weiteren Bewältigung des Strukturwandels, sowie den demographischen Veränderungen aber auch den Veränderungen, die eine Digitalisierung der Gesellschaft nach sich ziehen wird, stellen. Unter solch, sich verändernden Bedingungen ist es eine enorme Herausforderung, eine kommunal verzahnte und tragfähige, regionale Infrastruktur zu entwickeln.

Dafür bedarf es einer demokratisch legitimierten Stelle wie dem RVR, der Kompetenzen wie Regionalplanung, Wirtschaftsförderung, Nah- und Regionalverkehr, Freizeitangebote, Flächenmanagement, Freiraumsicherung oder regionale Kultur wahrnimmt.

Auch andere wichtige Bereiche, wie die infrastrukturelle Entwicklung (Energie, Wohnen, Gesundheit,..), die integrierte Mobilitätsplanung, die Entwicklung und Vermarktung regional bedeutsamer Gewerbe- und Freiflächen, eine regionale Einzelhandelspolitik, eine Vermarktung regionaler Produkte sowie der Aufbau von Kulturnetzwerken könnten genauso gemeinsam erarbeitet werden.

Ein besonderes Anliegen ist mir, mich für die Existenzsicherung von Künstlerinnen und Künstlern aller Sparten ein zu setzen und Entwicklungs-Perspektiven für junge Menschen in der Region zu stärken. Chancen dafür könnte die Nachhaltigkeitsvereinbarung zur Kulturhauptstadt bieten, wenn sie denn im eigentlichen Sinne umgesetzt wird.

Ein grüner Erfolg ist die Einrichtung des Masterstudienganges „Populäre Musik und audiovisuelle Gestaltung“ der Folkwang Universität der Künste an der Zeche Bochum. Damit das kein Strohfeuer bleibt, bedarf es weiterer Strukturförderung im Bereich populärer Musik.

Die Metropole Ruhr braucht die regionale Koordinierung, um den Wettbewerb um Investoren und Einwohner nicht untereinander, sondern mit anderen Regionen führen zu können. Insbesondere die Kulturhauptstadt zeigte deutlich, was alles möglich ist, wenn die Region an einem Strang zieht und sich nicht gegenseitig Konkurrenz macht.

Als Breckerfelder habe ich von der höchsten Stelle des Ruhrgebietes einen besonderen Blick für das Ruhrgebiet: vielleicht manchmal distanziert, aber immer engagiert und die ganze Region im Blick. Nicht zuletzt die harmonische Zusammenarbeit in der bisherigen RVR-Fraktion motiviert mich für eine weitere Kandidatur. Es gibt immer noch soviel zu tun.

Biografie

49 Jahre alt, ledig, eine Tochter, Fachlehrer an einer Förderschule für körperliche und motorische Entwicklung, gelernter Sozialarbeiter. Aktiver Musiker (Trompete im Ev. Posaunenchor und in der Jazzband des Landgerichts Hagen; Schlagzeug in einer Power-Krautrockband), wohnt in 58339 Breckerfeld-Zurstraße, Eichenstraße 10. Telefon: 0177 43 49 738. Politische Stationen Seit 1983 bin ich kommunalpolitisch für die Grünen in Breckerfeld aktiv, seit 1993 auf Kreisverbandsebene (u.a.Sprecher/Beisitzer im Kreisvorstand, LDK-Delegierter) und seit 1995 im Kreistag des Ennepe-Ruhr-Kreis. Von 1999 - 2009 war ich Sprecher der Kreistagsfraktion. Seit 2009 bin ich stellvertretender Landrat und Vorsitzender des Ausschusses für Arbeitsmarktpolitik. Ab 2004 habe ich ein Direktmandat für den Ennepe-Ruhr-Kreis im Regionalverband Ruhr. Schwerpunktmäßig arbeite ich dort im Kultur- und Sportausschuss (stellvertretender Vorsitz), im Aufsichtsrat der Kultur Ruhr, im Verwaltungsrat des Freizeitzentrums Kemnade, bin in der Begleitgruppe zur Entwicklung und Umsetzung des Masterplan Sport und im Kuratorium von ECCE.

PDF

Download (pdf)