W-LVR-9 Martin Kresse

Um u.a. das Ziel von ambulant vor stationär und Inklusion im Gesundheitsbereich des LVR weiter konkret umzusetzen bewerbe ich mich um einen aussichtsreichen Reservelistenplatz für die Landschafsversammlung Rheinland: wir wollen in Verhandlungen mit den Krankenkassen erreichen, nicht nur in neue psychiatrische Betten sondern vor allem in Behandlungen im Lebensraum der Patientinnen und Patienten zu investieren. Auch will ich weiter mit dafür sorgen, dass die Klinikneubauten im Passivhaus- oder besserem Energie-Standard ertüchtigt werden und stationäre und teilstationäre Angebote im Rheinland dezentraler und näher bei den Bürgerinnen und Bürgern entstehen. Menschen mit Migrationshintergrund sollen psychiatrisch besser verstanden und behandelt werden.

Im Bereich sozialer Rehabilitation für Menschen mit seelischer Behinderung müssen die LVR-Angebote aus den Klinikstandorten herausgenommen werden und sich in die Zivilgemeinde verlagern: zu Gunsten ambulanter Hilfen in der Lebensqualität einer in normaler Nachbarschaft im Rahmen des betreuten Wohnens und durch kleine Wohngruppen.Wir setzen uns auch sehr ein für eine gute und sichere forensische Nachsorge in Wohnheimen mit Intensivbetreuung, so dass geschlossene Unterbringungen im Rheinland überflüssig werden.

Seit etwa 15 Jahren koordiniere ich die Teilfraktion für den Bereich Soziales, Psychiatrie, Forensik und heilpädagogische Heime. Bei dieser Steuerung und in der Zusammenarbeit mit der Gestaltungsmehrheit und Verwaltung wird viel Koordinationsgeschick verlangt. In der Kommission Inklusion ist es uns gelungen, den Menschenrechtsanspruch auf Teilhabe laut UN-Behindertenrechtskonvention als Mainstream-Ansatz im Handeln des LVR zu etablieren. Im Finanzausschuss habe ich mich dafür eingesetzt, durch das Umsteuern ambulanter vor stationären Hilfen die Qualität zu sichern und Kosten zu begrenzen. Für ein Bundesteilhabegeld will ich mich weiter einsetzen und ich bitte erneut um Eure Unterstützung und um Euer Vertrauen.

Biografie

Ich bin verheiratet und habe drei erwachsene Kinder. Engagiere mich in Korschenbroich in der Einen-Welt-Arbeit, bei Bürgersolar, als Katholikenrat, singe sehr gerne im Gospelchor und spiele gelegentlich Tennis. Als Diplom-Sozialwissenschaftler verantworte ich im Rhein-Kreis die Vermittlung von Menschen mit Behinderung in Gastfamilien und arbeite in einem Wohnheim für psychisch Kranke und bin einer der Sprecher der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft Rhein Kreis Neuss. Seit 1982 Mitglied der GRÜNEN, von 94-98 und seit Februar 2014 im Stadtrat, seit 1999 Sprecher des Ortsverbandes, seit 1990 sachkundiger Bürger im Kreiskrankenhausausschuss und seit 98 Mitglied im Kreistag Neuss und unter anderem stellvertretender Vorsitzender des Sozial- und Gesundheitsausschusses. Seit 1994 sachkundiger Bürger und seit 1999 Mitglied der Landschaftsversammlung.

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