W-RR-De-5 Thorsten Schmolke

Liebe LDK-Delegierte,

hiermit bewerbe ich mich für die Reserveliste.

Seit vielen Jahren beschäftige ich mich mit dem Natur- und Umweltschutz in Nordrhein-Westfalen. Trotz stetiger Verrechtlichung verschlechtert sich die Situation vor allem in Teilbereichen des Naturschutzes beständig. Sucht man nach den Ursachen, so landet man bald beim Flächenverbrauch und hier wird auch deutlich, warum der „klassische“ Naturschutz häufig scheitert. Der „Druck auf die Fläche“ nimmt seit Jahren zu. Seien es neue Wohn- und Gewerbegebiete, die zunehmende Intensivierung der Landwirtschaft oder in jüngster Zeit der Anbau von Energiepflanzen: Alle konkurrieren um die knapper werdende Ressource Boden.

Dieses Thema ist durch die – natürlich ganz wichtige – Diskussion um den Klimawandel in den Hintergrund geraten und ist doch zentral für die Lösung vieler Probleme. Häufig ist es dann der Naturschutz, der als erstes dem Druck zum Opfer zu fallen droht, wie wir dies gerade wieder bei dem Projekt Nationalpark Senne sehen. Land- und Forstwirte, Möbelindustrie und Sägewerke, Jäger – alle melden sie Bedarfe an oder sehen gar ihre Existenz bedroht, wenn ein vergleichsweise kleines Gebiet dem wirtschaftlichen Zugriff des Menschen entzogen wird. Ähnlich sieht es bei der Auseinandersetzung um die Formulierungen im Landesentwicklungsplan aus. 5ha Ziel ja, aber … Alle begrüßen den LEP, zugleich sollen aber aus Zielen Grundsätze werden, um möglichst viele „Hintertürchen“ einzubauen. Am liebsten würde man weiter machen wie bisher. Wir GRÜNEN sind meist die Einzigen in den Räten, Kreistagen und Regionalräten, die sich konsequent für die Umsetzung des LEP einsetzen.

Spätestens hier wird deutlich, dass viele Probleme nicht mehr mit der üblichen Einteilung in die klassischen Politikfelder zu lösen ist. Ein übergreifender Ansatz ist mir daher ein wichtiges Anliegen, das ich in OWL für uns ebenso vertreten möchte, wie die Besonderheiten des ländlichen Raumes. Vieles ist, besonders in den weniger dicht besiedelten Gebieten OWLs, gänzlich anders als in den großen Städten an Rhein und Ruhr, sei es der ÖPNV oder auch die „richtige“ Schule. Der ländliche Raum bietet aber auch besondere Chancen, z.B. in Bezug auf die erneuerbaren Energien. An den Problemen arbeiten und die Chancen nutzen, das sollte unser Ziel sein und dafür möchte ich mich einsetzen.

Biografie

Noch 49 Jahre, verheiratet, zwei Kinder. Studium der Geschichtswissenschaft an der Uni Bielefeld mit dem Schwerpunkt Wirtschafts- und Umweltgeschichte. Ratsmitglied in meinem Wohnort Werther, Schwerpunkt Planung/Umwelt; Mitglied des Kreistages Gütersloh, Schwerpunkte Schule und Umwelt. Vor wenigen Tagen bin ich zum vierten Mal Sprecher des Kreisverbandes Gütersloh geworden. Regelmäßig Delegierter bei LDKen und BDKen. Bei den letzten beiden Landtagswahlen war ich Direktkandidat für den Wahlkreis 94, zu dem auch Teile von Bielefeld gehören. Auf OWL-Ebene bin ich seit einigen Jahren Delegierter im Bezierksrat und seit etwa einem Jahr .kooptiertes Mitglied im Bezierksvorstand.

PDF

Download (pdf)